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Allgemein

Wieso Tonnen an Textilprodukten noch vor dem Verkauf Ausschuss sind

By 20. July 2022July 31st, 2022No Comments

Klimawandel und Umweltschutz sind heutzutage die wohl am heißesten diskutierten Themen weltweit. Und es gibt inzwischen auch schon jede Menge Möglichkeiten, seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen. Nicht zuletzt entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, statt einem Auto die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, oder auch eine vegane Lebensweise anzunehmen, um sowohl das Tierwohl als auch die Umwelt zu schützen. 

In manchen Bereichen ist es allerdings nur sehr schwer, schnell klimaneutral zu werden. Dazu gehört auch einer der weltweit umweltschädlichsten Industriezweige. Die Textilindustrie. 

 

Die Umweltprobleme der Textilindustrie

Die Textilindustrie unterteilt sich in mehrere Bereiche von Kleidung bis hin zu technischen Textilien, wie Sitzgurte im Auto, kugelsichere Westen oder auch Coronamasken. In der Produktion müssen dabei sehr große Mengen an Rohstoffen aufgewendet werden, um verschiedene Güter herzustellen. So ist die Textilindustrie für 20 % der weltweiten Wasserverschmutzung verantwortlich und alleine die Modebranche sorgt insgesamt für etwa 10 % des weltweit ausgestoßenen CO₂s, das ist mehr als durch den Flug und Schiffsverkehr zusammen. Besonders bei technischen Textilien, aber auch in der Bekleidungsbranche kommt noch hinzu, dass oft verschiedene Stoffe gemischt werden. Dadurch lassen diese sich allerdings nur sehr schlecht im Nachhinein voneinander trennen, was für ein effektives Recycling allerdings vonnöten wäre. Dies hat zum Resultat, dass letzten Endes 65 % aller Textilprodukte direkt auf Mülldeponien oder in Verbrennungsanlagen enden.

Glücklicherweise gibt es aber diverse Möglichkeiten, wie man die Umweltverschmutzung reduzieren kann. Eine der effektivsten Möglichkeiten wäre hierfür, den Ausschuss der Produktion zu reduzieren und somit von Beginn an weniger produzieren zu müssen. Dadurch wird nicht nur weniger Müll produziert, sondern es werden auch gleichzeitig alle umweltschädlichen Prozesse in der Produktion auf ein Mindestmaß reduziert.

 

Die Auswirkungen des Produktionsausschusses

Konzentriert man sich beispielsweise mal auf ein Textilprodukt, dass jedem bekannt vorkommen wird, nämlich die Coronamaske. Im Jahr 2020 wurde als Reaktion auf die Coronapandemie die Maskenproduktion weltweit hochgefahren und es wurden ca. 52 Milliarden Masken produziert. In der Herstellung selber wurden aber bereits ca. 5 % der Masken wegen Qualitätsmängeln aussortiert. Das bedeutet, dass es in der Produktion einen Ausschuss von über 2,7 Milliarden Masken gab. Laut der National Library of Medicine ist eine einzelne Einwegmaske für 0.580 kg CO₂-eq verantwortlich und produziert 0.004 kg an Abfall. Wenn man diese Zahlen jetzt auf die über 2,7 Milliarden Masken Ausschuss bezieht, ergibt das ca. 1.500.000t CO₂-eq und weitere 11.000t Müll, nur für den Ausschuss. Selbst wenn man von Produktionskosten von gerade einmal 1 Cent pro Einwegmaske ausgeht, landet man bei über 27 Millionen€ an Ausgaben, die sinnvoller investiert werden könnten.

 

Solche Auswirkungen hat eine zu hohe Ausschussquote von einem einzelnen Produkt innerhalb des Jahres 2020 zu verantworten. Corona-Masken selber stellen dabei auch nur einen Teil von der technischen Textilindustrie dar, welche selbst mit einer Marktgröße von 180,9 Milliarden Dollar im Jahr 2021 nur rund 18,2 % der gesamten Textilindustrie ausgemacht hat. Man kann also davon ausgehen, dass durch den Ausschuss jährlich sehr große Mengen an Zeit und Geld verschwendet werden, um immer größer werdende Mengen an Abfall zu produzieren.

 

Zusammenfassung

Eine zu hohe Ausschussquote in der Textilindustrie hat also weitreichende Folgen für unseren Planeten und unsere Umwelt. Durch die Verwendung von diversen Chemikalien und dem Ausstoßen von großen Mengen CO₂ werden in der Produktion bereits potenzielle Umweltschäden verursacht. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass möglichst wenig von einer Ware produziert werden muss, solange die Produktion nicht vollständig klimaneutral umsetzbar ist. Den Ausschuss zu reduzieren scheint hierbei ein sinnvoller erster Schritt zu sein. Dabei kann Synsor einen Beitrag leisten 🙂

 

Immer mehr Menschen verwenden die öffentlichen

Vegane Lebensweise für Tier und Umweltschutz

Umweltschäden durch die Textilindustrie (Z.8 – 16)

Umweltschädliche Prozesse während der Textilbearbeitung

Technische Textilien werden mit anderen Stoffen gemischt

65 % der Textilien landen direkt auf dem Müll

52 Milliarden produzierte Masken

5 % Ausschussrate bei Maskenproduktion (S.15)

0.004 kg und 0.580 kg CO₂-eq pro Maske 

Marktgröße von 180,9 Milliarden Dollar bei technischen Textilien im Jahr 2021

Marktgröße der Textilindustrie im Jahr 2021

Chemikalien in der Textilproduktion

(Photo by anncapictures on Pixabay

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